Little Platypus – ein Lieblingsstück und eine Verlosung

Little Platypus – ein Lieblingsstück und eine Verlosung

Wer von Euch nicht weiss, wie ein Platypus aussieht, sollte mal schnell hier klicken. Ein Platypus ist das australische Schnabeltier. Zugleich ist Little Platypus der Name eines deutschen Onlineshops, der sich auf australische Kindermarken spezialisiert hat.

Die Inhaberin, Daniela Jaron, habe ich auf dem Holy Shit Shopping Weihnachtsmarkt in Berlin kennengelernt. Sie hat im Gegensatz zu mir nicht nur einige Monate, sondern viele Jahre in Sydney gelebt und so kam sie auch auf die Idee, australische Kindermode in Deutschland anzubieten. Ihre Kindersachen sind mir sofort aufgefallen. Sie sind aus besonders schönen Materialien wie Tweed oder Kord, Merinowolle, Bambus oder einfach Biobaumwolle. Das Design ist klassisch, farbenfroh und lässt Kinder darin Kinder sein, das heisst die praktische Komponente und die Alltagstauglichkeit stehen im Vordergrund.

Die Kleidungsstücke sind zeitlos und entsprechend prädestiniert, ein Lieblingsstück zu werden, das man oft und lange trägt und anschließend an nachfolgende Geschwister, Cousins und Cousinen oder an die Kinder von Freunden weitergeben kann.

Wer das gern ausprobieren möchte, hat hier die Möglichkeit an einer Verlosung teilzunehmen. Little Platypus sponsert  ein Lieblingsstück Eurer Wahl und schickt es Euch versandkostenfrei nach Hause.

Was Ihr dafür tun müsst? Werdet Fan von Liebling nicht jetzt auf Facebook und schreibt unter diesem Post einen Kommentar über das Kleidungsstück, das Ihr von Little Platypus gerne hättet. Bitte vergesst dabei nicht, die entsprechende Größe anzugeben. Die Verlosung endet am Donnerstag, um 18 Uhr. Der Gewinner wird anschließend hier auf dem Blog bekannt gegeben.

Um Eure Chancen zu erhöhen, könnt Ihr gern Tante, Onkel, Oma oder Schwimmkursfreundin von der Verlosung und Eurem Lieblingsstück erzählen.

Viel Glück!

Morgen . . .

Morgen . . .

. . . Ihr Lieben, wird es hier mit etwas Verspätung, aber nicht weniger Spannung eine tolle Verlosung geben.

Unser Krankenhausaufenthalt wurde nach einem schleichend einsetzenden Krankenhauskoller abrupt beendet, und wir sind froh, wie schon lange nicht mehr, wieder zu Hause zu sein.

Ich wünsche Euch wunderschöne Pfingstfeiertage!

Die Krankenhausphobie

Die Krankenhausphobie

ist wieder da, denn völlig überraschend bin ich mit einem der Kinder im Krankenhaus gelandet. Krankenhäuser haben auf mich eine beängstigende Wirkung, nicht nur, wenn ich selbst Patient bin. Hier fühle ich mich immer meinem Schicksal ausgeliefert. Auch wenn die Ärzte nett und freundlich sind, schaffen sie es häufig nicht, einen vertrauensvollen Eindruck bei mir zu hinterlassen.

Ich glaube, dieses Problem ist systemimmanent. Die ständigen Personalwechsel, die dazu führen, dass ich dieselbe Sache immer und immer wieder erklären muss oder dass derjenige, der mit mir die Risiken der OP durchgeht  oder die Narkose und dem ich alle meine Sorgen und Änste mitteile, dann am Ende gar nicht derjenige ist, der die OP oder die Narkose durchführt. Oder die vorgegebenen festen Abläufe, nach denen sich alles zu richten hat, unabhängig von den persönlichen Bedürfnissen. Ständig kommt jemand ins Zimmer, um sich vorzustellen, zu putzen, erwas anzusagen, die Handtücher zu wechseln, nochmal was nachzufragen, Fieber zu messen, Bescheid zu geben oder etwas zu kontrolliern, sich zu verabschieden oder einfach nochmal zu gucken . . . während man selber eigentlich nur einen Wunsch hat: zu schlafen und sich zu erholen.

Aber ein Krankenhaus ist eben kein Kurhotel, das besagt ja schon der Name und der ist auch Programm. Hinzu kommen die jungen Assistenzärzte, die sich vor jeder Antwort beim Oberarzt rückversichern müssen und mir nicht selten vermitteln, dass sie eigentlich keine Ahnung haben. Alles wirkt auf mich beliebig und unpersönlich. Wenn ich dann mitbekomme wie unzufrieden und überfordert sich die Krankenhausmitarbeiter äußern, will es mir einfach nicht gelingen, Vertrauen in unser Gesundheitssystem zu setzen und zuversichtlich darauf zu bauen, dass alles gut gehen wird. Emotional bin ich ganz woanders. In der Friedhofskapelle, auf der Beerdigung, im Jenseits. Und wenn dann völlig überraschend die Komplikationen ausbleiben, draußen die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, dann ist das Leben wieder richtig schön.

Stolz wie Oskar

Stolz wie Oskar

“So sehen Sieger aus, scha lala lala. So sehen Sieger aus, schaaa lalalalala…”

Nach dem Finale des Eurovision Song Contest im vergangenen Jahr, ist mein Mann zu diesen Tönen auf dem Sofa gehüpft, als gäbe es kein morgen. Es ist nicht oft, dass man einen Schweden sieht, der zu solch volksnahen Extravaganzen greift. Normalerweise sind sie viel zu cool dafür, aber der Grand Prix hat es in sich. Warum? fragt man sich. Die einfache Analyse wäre: weil sie im letzten Jahr gewonnen haben, aber ich denke, die Ursache liegt tiefer.

Die Schweden lieben wirklich ihren Grand Prix. Schon vor der schwedischen Vorauswahl gibt es insgesamt fünf Vor-Vorausscheide, alle mit einer Zuschauerzahl von über 3,5 Millionen. Nicht so astronomisch sagt Ihr? Bedenkt mal, dass Schweden nur 9 Millionen Einwohner hat. Das bedeutet, dass mehr als ein Drittel zuschauen und das, wo es noch nicht einmal um das nationale Finale geht. Und erfolgreich waren sie letzten Endes auch: fünf Siege. Nur Irland ist besser.

Schweden ist traditionell ein sehr starkes Musikland. Das manifestiert sich vor allem in Namen wie ABBA, Roxette oder Mando Diao, aber auch darin, dass man in Schweden überall auf Leute trifft, die aktiv Musik machen. Kaum ein Land hat so viele Chöre oder Hobby-Musiker. Und natürlich ist es auch schön, wenn man sich beim Kaffee-Trinken oder in den neuen sozialen Medien über eine Herzensangelegenheit unterhalten und aufregen kann und dabei nicht eine einzige Sekunde zweifeln muss, ob der Andere dieselbe Sendung gesehen hat.

Natürlich hat der ESC auch seine Kritiker. Die schwedische Kultur-Elite ist “not amused” über das größte schwedische Volksfest, da sie meinen, dass er das schwedische Musikleben verarmt habe. Ihm wurde vorgeworfen, traditionelle Geschlechterrollen zu stärken, was in Schweden ein absolutes No-Go ist.  Ein bekannter schwedischer Journalist hat sogar den Folterfaktor beim Anschauen mit dem von Guantanamo verglichen.

In unserem Fall hatte Thomas’ Euphorie vielleicht ein bisschen mit unserer persönlichen Wette  zu tun. Als er das schwedische Lied gehört hatte, bot er mir an, gegen alle anderen Länder zu wetten, so sicher war er sich und hinterher stolz wie Oskar.

Heute Abend ist es wieder soweit. Das erste Halbfinale läuft in Malmö, gefolgt vom zweiten am Donnerstag und schließlich dem großen Finale am Samstag. Die Schweden jedenfalls sind bereit. Zu lieben und sich aufzuregen. Warum auch nicht? Eine halbe Nation Hand in Hand durch einen musikalischen Konfetti-Regen (bei dem alles erlaubt ist) laufen zu sehen, kann sehr befreiend sein. Bräuchten wir vielleicht auch. Oder reichen die Karaoke-Sendungen DSDS und Co?

Am Montag nach dem Final-Sieg von Loreen konnte man bei der königlichen Wachablösung in Stockholm übrigens das hier erleben:

Mein erster Muttertag

Mein erster Muttertag

Am 10. Mai 2009 erhielt ich mein erstes Mutterstagsgeschenk. Ich befand mich damals im Stadium der Frühschwangerschaft und hatte ein riesiges Problem: Blutungen. Als ich sie bemerkte, waren Thomas und ich auf einer Party. Ich war geschockt, denn mir war klar, dass dies ein Zeichen für eine bevorstehende Fehlgeburt sein konnte. Dabei hatte ich mich gerade mit dem Gedanken schwanger zu sein, angefreundet. Meine Stimmung war dahin und ich wollte sofort nach Hause und mich hinlegen. Thomas hingegen drängte darauf, in ein Krankenhaus zu fahren, um zu sehen, ob noch alles in Ordnung sei. Nun war es mitten in der Nacht und wir waren nicht einmal in Berlin. Vor allem aber wollte ich mir diesen Stress mit dem Krankenhaus und möglicherweise stundenlangem Warten nicht antun. Es hat eine Weile gedauert, bis ich Thomas überzeugen konnte, nicht ins Krankenhaus zu fahren. Letztendlich war es wohl die Einsicht, dass Fehlgeburten in einem so frühen Stadium nichts Ungewöhnliches sind und man sie auch nicht wirklich verhindern kann.

Am nächsten Tag setzte sich die Blutung fort und ich ging zum Arzt. Dort erfuhr ich, dass meine Schwangerschaft zwar noch intakt, die Ursache für die Blutungen aber ungeklärt sei. Theorien gibt es zuhauf: einreißendes Gewebe durch das Wachstum der Gebärmutter, zu wenig Gelbkörperhormon, Stress, körperliche Anstrengungen . . . Die Wahrscheinlichkeit, dass die Schwangerschaft halten würde, schätze meine Frauenärztin mit “nicht mehr als 50 Prozent” ein. Aber was sind schon Zahlen? Wer sich einmal auf eine Schwangerschaft eingestellt hat weiss, wie sehr sich das Lebensgefühl verändert. Die Hormone tun ihr übriges und dann wieder umzudenken fällt nicht leicht. Die Ärztin verschrieb mir Tabletten (mit Gelbkörperhormonen) und empfahl dazu Nahrungsergänzungsmittel und Bettruhe. Trotzdem haben meine Blutungen nicht aufgehört, jedenfalls nicht länger als für ein paar Stunden. Jedes Mal, wenn ich zur Toilette ging, war ich verunsichert, ob meine Schwangerschaft überhaupt noch intakt war und das Baby noch lebte. Unter der permanenten Angst, das Kind zu verlieren oder es vielleicht sogar schon verloren zu haben, ging ich ein- bis zweimal pro Woche zum Frauenarzt. Zitternd lag ich dann da und ließ jedes Mal einen Ultraschall machen, um mir Gewissheit zu verschaffen. Dabei war ich auf alles gefasst. Ein positiver Befund beruhigte mich dann so lange, bis die nächste Blutung kam, meist sobald ich zu Hause war. Ich fühlte mich dem Ganzen hilflos ausgeliefert und war ein nervliches Wrack.

Als dann der Muttertag kam und ich diesen zum ersten Mal ohne meine Mutter erlebte, bekam ich von Thomas eine Kette geschenkt. Sie hatte einen Anhänger mit einem kleinen Stein, der für unser ungeborenes und so tapfer kämpfendes Kind stehen sollte, das ich in mir trug. Die Kette wurde zu meinem Talisman. Sie hat mir Kraft gegeben und Mut gemacht und ganz viel Glück gebracht. Meine Blutungen blieben noch bis in die 14. Schwangerschaftswoche hinein, aber am Ende kam ein gesundes und wunderhübsches Mädchen heraus.

Wann darf man (zurück)schlagen?

Wann darf man (zurück)schlagen?

Gerechtigkeit ist bei uns gerade ein großes Thema. Das hat nicht nur das Schaukelgespräch neulich gezeigt. Im Moment liest Thomas mit Carlotta “Madicken” (Madita) von Astrid Lindgren. In dem Kapitel gestern hat sich Madicken mit einem anderen Mädchen aus dem Dorf geprügelt, um ihre Schwester Lisabeth zu verteidigen.

Carlotta: “Aber man darf nicht hauen.”

Thomas: “Nein, das darf man eigentlich nicht.”

C: “Madicken hat es aber.”

T: “Ja, aber sie hat nicht angefangen. Mia hat zuerst Lisabeth geschlagen.” Und dann darf man? “Man darf sich nur verteidigen. Verstehst du verteidigen?”

Carlotta schüttelt den Kopf.

T: “Wenn jemand dich haut, musst du versuchen wegzugehen und einem Erwachsenen Bescheid sagen. Aber wenn das nicht geht, darfst du dich verteidigen, und zurück hauen. Aber nur so doll, dass du weggehen kannst. Verstehst du?”

Carlotta nickt.

T: “Und Luis darfst du auch verteidigen.”

C: “Mache ich auch. Aber manchmal haut Luis mich.”

T: “Ich weiss. Aber jemanden der kleiner ist, darf man niemals hauen. Dann musst du zu uns kommen. Ok?”

Ich finde dies eine schwere Frage, vor allem schwer zu vermitteln. Wann darf man sich verteidigen, denn das muss man ja dürfen, und wie erkläre ich einem Kind, wo die Grenze liegt zwischen Verteidigung und Angriff? Was ist ok und im Rahmen? Gerade bei diesem Thema ist es eigentlich wichtig, eine klare Grenze zu ziehen und diese deutlich zu vermitteln. Andere Eltern, die ich kenne, haben ihren Kindern erklärt, dass man nach zwei Mal Nein-Sagen den “Angreifer” schlagen dürfe. Aber was ist, wenn es um Spielzeug geht? Oder um ein Gummibärchen? Einer hat es, der Andere will es. Zweimal nein und dann . . . ?

Die besten Städte für einen Urlaub mit Kind

Die besten Städte für einen Urlaub mit Kind

Übrigens gibt es Städte, die durchaus kinderfreundlich sind. Meine beiden Favoriten sind Stockholm und Venedig.

Stockholm

Warum Stockholm? Grundsätzlich, weil hier Kinder wertgeschätzt werden. Man sieht es überall: von den Straßenübergängen, die für Kinderwagen abgesenkt sind bis hin zu den Wickeltischen in wirklich jedem Café oder Restaurant, auch auf der Herrentoilette. Eigentlich muss man nur das Telefonbuch unter “Museumsangebot” aufschlagen, um festzustellen, dass das Interesse für die Kleinen um Lichtjahre grösser ist als anderswo. Wir lieben vor allem Junibacken, unser adoptiertes Museum.  Aber toll mit Kindern sind auch das Vasa-Museum, das Technik-Museum und Tom Tits Experiment (ca. 30 km ausserhalb von Stockholm, mit das beste, was es für Kinder gibt). Alle haben  gemeinsam, dass sie mit großer Liebe gemacht sind und das spiegelt sich in unzähligen Details wieder.

Außer den Museen hat Stockholm eine Reihe von wunderbaren Spielplätzen zu bieten. Es gibt zwei Varianten: “Lekplats” ist ein normaler Spielplatz aber ungewöhnlicher Weise ohne Zigarettenkippen, Glasscherben und Hunde (was stattdessen zum Berliner Standard gehört). Schöner noch sind die sogenannten “Parklek”. Das sind Spielplätze, die oft in Parks liegen und ausgebildetes Personal vor Ort haben, welches sich darum kümmert, dass der Platz schön bleibt. Hier kann man Fahräder, Bälle, Hockeyschläger, Sandspielzeug etc ausleihen und es gibt auch die Möglichkeit, wenn der schwedische Wind etwas zu frisch weht, in ein Haus zu gehen, um sich mit einer Tasse Schokolade oder einem Würstchen zu wärmen. Hier kann man natürlich auch Kinder wickeln und bekommt vom Personal entsprechende Windeln, sollte man die eigenen vergessen haben. Ein ganz toller liegt im Humlegården-Park, wo man auch die königliche Bibliothek und die berühmte Teufelsbibel sehen kann.

Spektakulär ist schließlich auch, dass man in Stockholm Ü-B-E-R-A-L-L baden kann. Die Wasserqualität ist so hoch, dass man ohne Bedenken schon im Hafen reinspringen kann. So sieht man im Sommer sehr viele Stockholmer mit einer Zeitung unter dem linken und einem Handtuch unter dem rechten Arm spazieren gehen. Und sie haben ja alle Recht: vom Wasser erlebt man Stockholm am besten. Daher sind wir zur Bootsvermietung neben der Djurgårdsbron (Strandvägen 53) gegangen und haben uns dort ein Motorboot gemietet. Es ist nicht besonders teuer und man braucht  auch keinen Bootsführerschein. Mit dem Boot sind wir dann umher gefahren und haben uns Thomas’ Lieblingsecken vom Wasser aus angeschaut. In einer idyllischen Bucht haben wir schließlich geankert und sind baden gegangen.

Grand Hotel, das beste Hotel der Stadt, bietet an der Rezeption übrigens eine große Schale Geléhallon, aber das nur nebenbei bemerkt.

Venedig

Ich weiss, dass ich mich wiederhole, aber Venedig ist einfach meine Lieblingsstadt, auch mit Kindern. Sogar mehr noch als Stockholm ist die Lagunenstadt vom Wasser geprägt. Auch wenn man Stockholm als das Venedig des Nordens bezeichnet (wie übrigens auch Kopenhagen, Sankt Petersburg, Brügge, Amsterdam, Hamburg und selbst Duisburg und Berlin, um nur einige zu nennen), ist es mit dem Original nicht wirklich vergleichbar. Das Flair ist einfach ein anderes, egal zu welcher Zeit man dort ist.

Und dass es keinerlei Autos gibt, macht jeden Aufenthalt extrem erholsam. Man kann die Kinder loslassen ohne Angst zu haben. Kein Lärm, kein Smog, keine Aggressionen. Das tut allen gut. Wenn man dann auch noch eine Gegend außerhalb der Touristenströme zwischen Markusplatz und Rialtobrücke findet, steht der Entspannung eigentlich nichts mehr im Wege.

Kinder lieben Wasser und wenn es warm ist, kann man auf dem Lido entspannt im Meer baden. Dort gibt es einen riesigen Sandstrand und man vergisst schnell, dass man in einer Stadt ist. Spaß macht bereits die Bootsfahrt dorthin. Einmal durch den Canale Grande und vorbei an all die schönen Sehenswürdigkeiten, die man sich für später oder schlechtes Wetter aufheben kann: das Peggy Guggenheim Museum, den Dogenpalast, die unzähligen Eisdielen. Direkt vor Ort findet man genügend Restaurants oder Supermärkte, um sich mit ausreichend Proviant und frischen Getränken einzudecken. Und nebenbei bemerkt, die Wassertemperaturen im Mittelmeer sind mit Stockholms Ostseeküste nicht zu vergleichen.

Venedig bietet sich wie keine andere Stadt zur Löwenjagd an. Das Wahrzeichen der Stadt ist überall zu finden. Vermeintlich längere Wegstrecken lassen sich so spannend und abwechslungsreich gestalten.

Mein Lieblingsmuseum in Venedig ist das gerade schon erwähnte Peggy-Guggenheim-Museum. Wer seinen Kindern etwas Gutes tun will, lässt sie an einem Sonntag um 15 Uhr an einem anderthalbstündigen Workshop mitmachen. Während den Kindern (ab 4 Jahre) auf sehr anschauliche und praktische Weise der Zugang zu modernen Kunst vermittelt wird, kann man sich selbst in aller Ruhe das Museum anschauen, den Garten genießen oder die originellen kleinen Lädchen durchstöbern, die sich in unmittelbarer Nähe des Museums befinden.

Das Essen in Venedig ist eine Sache für sich. Da die Italiener äußerst kinderlieb sind, ist man auch mit quengelnden Kleinen in jedem Restaurant gern gesehen. Mit der richtigen Portion Eiscreme relativiert und entspannt sich aber auch das.

P.S. Die besten Tipps zum Reisen mit Kindern findet Ihr hier.

Zurück in die Kindheit

Zurück in die Kindheit

Endlich ist Frühling oder ist es gleich Sommer geworden? Man merkt, dass die Bäume damit gar nicht mehr gerechnet haben. Sie zögern und trauen sich noch nicht, ihre Blattproduktion auf Hochtour zu fahren. Meiner Tochter ist das egal. Sie strahlt vor sich hin, hält den Kopf in die Sonne und ruft “Mama, es blüht!” mit so einer überzeugenden Inbrunst, dass meine restlichen Zweifel verschwinden.

Was mich an Kindern vielleicht am meisten berührt ist, dass sie so natürlich und echt sind. Wisst Ihr was ich meine? Sie spielen keine falschen Spiele. Wenn sie sich freuen, stecken sie alles was sie haben in die Freude. Und wenn sie über etwas traurig sind, ist es, als wäre die ganze Welt kaputt. Um dann zwei Minuten später wieder heil zu sein. Sie zeigen große Gefühle, weil sie keine Angst davor haben. Im Gegensatz zu uns sind ihnen schlechte Erfahrungen erspart geblieben. Sie sind noch ungebrochen und intakt. Noch. Wir wissen bereits, was auf sie zukommen wird, denn wir haben es schon erlebt: die Niederlagen, Fehler, Schicksalsschläge. Viele von uns sind mit Brüchen konfrontiert worden, mit Scherbenhaufen, mit Narben. Davor würden wir diese kleinen Wesen am liebsten gänzlich behüten und wer hätte nicht, wenn er ehrlich ist, gern auf die negativen Erfahrungen verzichtet?

Ich denke oft an meine Mutter. Wenn ich in der Küche stehe und Essen für die Kinder koche, kommen manchmal Erinnerungen hoch an dieselbe Situation in einer anderen Rolle. Ich erinnere mich daran, wie ich auf dem Boden gespielt und meine Mutter gekocht hat, wie sie mich gerufen und gefragt hat, was ich gerade mache und wie sie hin und wieder auch mal gucken gekommen ist und mitgespielt hat. Ich erinnere mich dann auch daran, wie sorglos und unbeschwert ich mich gefühlt habe. Zugleich überkommt mich dabei ein Gefühl der Traurigkeit und der Sehnsucht zurück in jene Zeit.

Natürlich bringen uns Erfahrungen weiter und die schlechten vielleicht sogar mehr noch als die guten, wenn es uns nur gelingt, aus Fehlern zu lernen und sie in Zukunft zu vermeiden. Aber etwas bleibt doch bei den meisten auf der Strecke: die großen und ehrlichen Gefühle. Um sie zu genießen, können wir viel Geld ausgeben, dabei müssten wir eigentlich nur zurück zu unserer Kindheit finden. Aber vielleicht geht das nicht mehr, vielleicht sind wir zu gehärtet, zu abgeklärt, zu kaputt? Uns bleibt damit nichts anderes übrig, als die Kindheit durch unsere Kinder (wieder) zu erleben.

Der schönste Tag

Der schönste Tag

findet bei unglaublich Vielen im Mai statt. Aus aktuellem Anlass daher einige Hochzeitslinks:

. . . Traumhafte Hochzeitskleider sowie Brautkleider für Schwangere

. . . handbemalte und andere Hochzeitstorten

. . . eine Maiglöckchenhochzeit, die man nicht vergisst; entdeckt via Fräulein K sagt ja

. . . zehn Songs für den ersten Tanz

. . . ein Tutorial für Wasserfall-gelockte-Haare

. . . eine unromantische Frage: Lohnt sich ein Ehevertrag?

. . . das perfekte Hochzeitsfoto

. . . eine DIY-Hochzeit in Norwegen (Gibt es auch schon die Second-Hand-Hochzeit?)

. . . das klassische Hochzeitsgeschenk

. . . damit am Ende nichts schief geht, die Planung am besten mit einem Moodboard beginnen.